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  19.12.2010   Meldung drucken
Neues im Dezember 2010

Gefährliche Wohlgerüche 

„Frühlingsduft“ verspricht das Waschmittel, „Zitronenfrische“ das Geschirrspülmittel. Kaum eine Seife oder Shampoo, aktuell jetzt auch Kerzen kommen ohne besondere Duftnote aus. Was da in die Nase steigt, ist aber bedenklich, fanden Forscher der University of Washington. Sie untersuchten 25 parfümierte Haushaltsprodukte und fanden nicht weniger als 133 verschiedene Chemikalien, die von diesen Produkten in die Luft abgegeben wurden. Etwa ein Viertel der Emissionsstoffe gilt als potenziell toxisch oder steht unter Verdacht, krebserregend zu sein. Produkte, die als „natürlich“ oder „organisch“ vermarktet werden, machten hierbei keine Ausnahme.

 

Warzen: Vereisen beim Hautarzt besser als gedacht! 

Für die Kryotherapie (Vereisen), die in unserer Praxis mit Erfolg im Einsatz ist, gibt es bislang nur wenige Wirksamkeitsnachweise. Besser ist die Datenlage für die Verätzung mit Salicylsäure. Nun wurden verschiedene Behandlungsstrategien geprüft und verglichen.

In der Vergleichsstudie erweist sich die Kryotherapie (Vereisen) als die bessere Methode. Nach 13 Wochen lag die Heilungsrate bei knapp 40% im Vergleich zu 24% bei täglichem Auftragen von Salicylsäure und gegen 16% bei einer abwartenden Strategie.

Generell waren die Aussichten auf das Verschwinden der Warzen besser, wenn sie weniger als sechs Monaten bestanden und wenn die Patienten jünger als zwölf Jahre waren. Für die Vergleichsstudie hatten 30 niederländische Praxen 250 Patienten eingeschlossen.

 

Kuhpocken durch Schmuseratten!

Kuhpockeninfektionen, die durch Kontakt mit Kleinnagern, insbesondere Ratten, hervorgerufen werden, sind keine Seltenheit. Kuhpockenerkrankungen durch direkten Kontakt mit Rindern kommen heute praktisch nicht mehr vor. Im Jahr 1980 erklärte die WHO die Pocken für ausgerottet.

Es mehren sich aber Berichte von Kuhpockeninfektionen, die durch Kontakt mit Kleinnagern, insbesondere Ratten bzw. „ Farbratten“, und Katzen hervorgerufen wurden. Vorsicht besteht bei Haltern von Kleinnagern bei Auftreten von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen und Halsschmerzen und später erscheinende ausgedehnte Rötungen mit Bläschen und Blasen an der Haut.

  30.11.2010   Meldung drucken
Allergie international

Allergie International

Der deutschsprachige Allergiepass ist weit verbreitet. Aber was tun, wenn im Urlaub der Arzt kein Deutsch versteht?

Allergiker können mit den Angaben aus ihrem deutschen Allergiepass einen Allergieausweis in der Sprache Ihrer Wahl kostenpflichtig erstellen lassen. Bislang stehen zur Auswahl: Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch. Bitte informieren Sie sich in unserer Praxis.

 

Bier fördert bei Frauen Psoriasis (Schuppenflechte)

Frauen, die mehr als zwei Bier pro Woche konsumieren, entwickeln mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit eine Psoriasis als solche, die alkoholabstinent sind. Für Wein, Spirituosen, oder Light-Bier war ein solcher Zusammenhang nicht nachweisbar, so die Forscher des Brigham an Women`s Hospital, Boston.

 

Fusspilz aus dem Wäschekorb

Wie ansteckend ist Fusspilz, wenn alle Socken einer Familie im gleichen Wäschekorb landen? Dies untersuchten Forscher am Institut für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim. Das Ergebnis: Werden infizierte Kleidungsstücke zusammen mit anderen gelagert, ist eine Übertragung der Pilzsporen auf andere Textilien möglich. Niedere Waschtemperaturen in der Haushaltswaschmaschine reichen nicht aus, um die Hautpilze sicher und effektiv zu beseitigen – 60 C-Wäsche muss schon sein.

Fazit: Menschen mit Fusspilz sollten ihre Socken daher getrennt von anderen Textilien aufbewahren. Erst bei Waschgängen mit 60 C sind sämtliche Wäschestücke pilzfrei.

Die Forschungen nutzen ihre Ergebnisse, um in naher Zukunft eine Anti-Fusspilz-Socke zu entwickeln, die das Volksleiden lindern könnte.

  11.11.2010   Meldung drucken
Risikosportarten für Hautkrebs

Sonnenbad, Sport im Freien, helle Haut - Hautkrebs: Wer ist besonders gefährdet?

 

Wer sich nicht rechtzeitig vor der Sonne schützt, läuft Gefahr, seine Haut dauerhaft zu schädigen. Lichtschutz ist das Gebot der Stunde. Wird dieser nicht konsequent betrieben, droht weißer oder schwarzer Hautkrebs.

Das gegenwärtig häufige Auftreten von Hautkrebs erklärt sich durch ein verändertes Freizeitverhalten (Sonnenbaden) sowie durch die Abnahme der schützenden Ozonschicht.

In einer Studie, die als Gemeinschaftsaktion von BKK Merck, BKK HEAG und der Qualitätsgemeinschaft südhessischer Dermatologen (QSD e.V.) durchgeführt wurde, wurden zwischen Januar 2007 und Oktober 2009 ca. 7000 Patienten untersucht.

Es konnten erstmals Risikosportarten definiert werden, die ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs bzw. dessen Vorstufen aufweisen. Darunter befinden sich z.B. Radfahren und Schwimmen im Freien.

Die Untersuchung zeigte weiterhin, dass die Mehrheit der Teilnehmer zwischen 10 und 50 Leberflecken aufwies, bei 13% waren es bei der Erstuntersuchung sogar mehr als 50. Letztere müssen als Risikopatienten für schwarzen Hautkrebs angesehen werden.

Besonders gefährdet sind Patienten mit heller Haut, wenn sie sich häufig und ungeschützt der Sonne aussetzen.

Kinder unter 16 Jahren sollten besonders vor Sonnenbränden geschützt werden, denn diese erhöhen das Hautkrebsrisiko zum Teil um ein Vielfaches! Auch wenn ein Sonnenbrand gut verheilt, kann ein bleibender Schaden entstanden sein und Jahre später die Entstehung von Hautkrebs begünstigen. Besonders Kleinkindern bis zu einem Jahr schadet direkte Sonnenstrahlung, da die Eigenschutzmechanismen ihrer Haut noch nicht voll entwickelt sind.

  12.10.2010   Meldung drucken
Welt-Psoriasis-Tag 29.10.2010

29. Oktober 2010 Welt-Psoriasistag rückt Kinder in den Fokus  

Zum siebten Mal findet 2010 der Welt-Psoriasistag statt. Ärzte und an Schuppenflechte Erkrankte machen am 29. Oktober in über 40 Ländern der Welt auf die Belange der von Psoriasis Betroffenen aufmerksam. In diesem Jahr steht der Welt-Psoriasistag unter dem Motto „Psoriasis im Kindesalter – eine Herausforderung für alle“. Zwar tritt Schuppenflechte meist erst im Erwachsenenalter auf, doch in mehr als einem Viertel der Fälle sind Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche betroffen. In Berlin findet eine Pressekonferenz statt, bei der schuppenflechteerkrankte Kinder und ihre Eltern im Mittelpunkt stehen. Eine öffentliche Veranstaltung in Dresden am 30.Oktober. 2010 zum Welt-Psoriasistag lautet „Schuppenflechte ist nicht heilbar – aber behandelbar“. Auf dem vom Deutschen PsoriasisBund e.V. (DPB) organisierten Informationstag wird die ganze Bandbreite der Krankheit dargestellt.

  24.09.2010   Meldung drucken
Forschung aktuell

Steinkohlenteer-Behandlung: Krebsrisiko nicht erhöht

Steinkohlenteer lässt sich in der Dermatologie vor allem zur äußerlichen Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis) und chronischen Ekzemen sehr gut einsetzen. Tierversuche und berufsbezogene Studien zeigten in der Vergangenheit ein erhöhtes Krebsrisiko nach chronischer Exposition, weswegen viele Hautärzte auf eine solche Behandlung verzichteten. Eine neuere Studie (J.H. Roelofzen et al.: J Invest Dermatol 2010; 130) zeigte nun kein erhöhtes Karzinomrisiko nach Behandlung mit Steinkohlenteer bei Psoriasis und Ekzemen und gibt somit keinen Grund für Sicherheitsbedenken. Steinkohlenteer sollte daher als sichere Behandlungsform in der Dermatologie beibehalten werden.

Forscher entwickeln allergiearme Nüsse

Wissenschaftler des US Department of Agriculture arbeiten an der Entwicklung von allergiearmen Erdnüssen. Durch eine Kreuzung der Arten ist es dem Team gelungen, die allergieauslösenden Eiweißstrukturen ohne gentechnische Veränderungen zu entfernen oder zu reduzieren. Sollten weitere Experimente erfolgreich sein, ist ein allgemeiner Einsatz denkbar. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die neuen Erdnüsse in 2 - 5 Jahren auf dem Markt sein könnten. Ein weiteres mögliches Einsatzgebiet wäre die Immuntherapie – hier war ein erster Test bereits erfolgreich.

  19.09.2010   Meldung drucken
Mesotherapie
Modernste Therapieformen durch gelungene Synthese aus Arzneimitteltherapie, Neuraltherapie und Akupunktur durch Mikroinjektionen am Ort der Beschwerden seit 15.09.2010 in der dermatologischen Abteilung des MVZ Kirchheim.

  09.08.2010   Meldung drucken
Hautkrebsscreening

Alle gesetzlichen Krankenkassen bezahlen alle zwei Jahre ein Hautscreening ab dem 35. Lebensjahr.

Einige Kassen übernehmen die Kosten auch für Patienten unter 35, wir bitten Sie aufgrund häufiger Änderungen den aktuellen Stand der erstattungsfähigen Vorsorgeleistungen bei Ihrer Krankenkasse zu erfragen.

Diese sind -ohne Gewähr- nach aktuell vorliegenden Informationen:

  • LKK Baden-Württemberg ab dem 20. Lebensjahr jährlich.
  • BKK bis zum 35. Lebensjahr jährlich, dann 2-jährig.
  • TKK ab dem 25. Lebensjahr alle 2 Jahre.

  10.07.2010   Meldung drucken
Dampf-Waschgang gegen Milben

Seit Januar 2010 werden Waschmaschinen mit einem speziellen Allergy-Care-Programm angeboten. Bei 60° wird unter Zuschaltung von Dampf die Temperatur in der Trommel über 45 Minuten konstant hoch gehalten. Im Labor der Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik bestätigten Experten die Reduktion der Milbenallergene nach dem Waschen und Trocknen um über 95%.

  01.05.2010   Meldung drucken
Pollen-Info immer dabei
Stets aktuelle Informationen über die Pollenflugsituation liefern die portablen Allergo-Wetterstationen. Auf den Allergometern erscheinen die allergologisch wichtigsten Pollenarten mit Intensitätsangabe. Die Daten werden kontinuierlich online über Digitalsender eingespeist.